Suchmaschinenoptimierung

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Internet und keiner sieht hin! Leider ist das bei den meisten Webseiten heute der Fall. Während es Anfang 1994 gerade mal knapp über 1.000 Internet-Domains in Deutschland gab, sind es heute über 12 Millionen – und täglich kommen tausende dazu.

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Das Zauberwort lautet Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO). Gemeint ist damit, dass die eigene Homepage bei den gewünschten Suchbegriffen auf den höchsten Plätzen der Suchergebnislisten landet.

Suchmaschinenverteilung
Quelle: webhits.de

Suchmaschinenoptimierung erfordert allerdings sowohl technische Kompetenz als auch das Know-how über die Arbeitsweise von Google & Co. Ein Eintrag bei "hunderten von Suchmaschinen", den viele wissentlich oder unwissentlich als Suchmaschinenoptimierung bezeichnen, bringt Ihnen lediglich unerwünschte Mails, nicht aber den gewünschten Rang auf den vorderen Rängen. Noch dazu wird – wie die nebenstehende Grafik zeigt – ohnehin fast nur Google zur Suche genutzt.

Top Secret!

Der genauen Algorithmus, nach dem Suchmaschinen Webseiten bewerten, bleibt deren gut gehütetes Geheimnis. Auch werden die Bewertungstechniken immer wieder angepasst. Dennoch kann man anhand von Empfehlungen und Veröffentlichungen, die die Suchmaschinen selbst herausgeben (siehe Info) sowie aufgrund von Erfahrungswerten von folgenden relevanten Punkten ausgehen:

Technik

  • Dazu gehören in erster Linie fehlerfreier HTML-Code und die Trennung von Inhalt und Layout, mit anderen Worten: W3C standardkonforme Seiten!
  • Nutzen Sie Alternativtexte bei Grafiken und Animationen – auch diese Anforderung ist Bestandteil der W3C Standards.
  • Vergeben Sie für jede einzelne Webseite individuelle Titel und Meta-Tags.
  • Verzichten Sie auf – ohnehin mehr dem Stand der Technik entsprechende – Frames und Layout-Tabellen.
  • Benutzen sie keine Grafiken (Buttons), sondern Texte für Links.

Inhalt

  • Text, Text und nochmals Text. Suchmaschinen können nicht "sehen", sie lesen. Grafiken, Flash und Co. sind somit für Suchmaschinen nicht sichtbar. Eine rein aus Flash-Animationen bestehende Seite ist für Suchmaschinen sozusagen leer. Ebensowenig führt eine Suchmaschine einen JavaScript-Code aus – die Seite muss also auch ohne diesen die nötigen Informationen liefern.
  • Die richtigen Stichworte: Wichtig ist, das die Begriffe, mit denen Sie gefunden werden wollen, auch im Text vorkommen. Und: Nehmen Sie Begriffe, die der Kunde auch sucht. Wenn Sie eine Reinigungsfirma haben und das Stichwort "Raumpflegerin" noch so oft in Ihrem Seitentext vorkommt, nutzt Ihnen dies nichts, wenn der potentielle Kunde nach "Putzfrau" sucht.
  • Relevanz: je höher die Übereinstimmung zwischen Titel bzw. Meta-Tags und Inhalt, desto besser die Bewertung des entsprechenden Begriffes durch die Suchmaschinen.
  • Semantisches Markup: HTML bietet zur Strukturierung des Textes Elemente an, denen eine bestimmte Bedeutung zukommt, z.B. für Überschriften oder Hervorhebungen. Nutzen Sie diese Elemente für Ihre Stichworte anstatt einfach nur die Schriftart – wieder etwas, was die Suchmaschine nicht sieht – zu ändern.
  • Korrekte Rechtschreibung und Zeichendarstellung

Verlinkung

Die meisten Suchmaschinen überprüfen in ihrem Bewertungsalgorithmus die Zahl und Wichtigkeit der eingehenden Links, genannt Backlinks. Das sind Links, die auf Ihre Seite verweisen. Diese Technik wurde zuerst von Google-Gründer Larry Page eingeführt und wird daher PageRank™ genannt. Dabei wird der Link von einer Seite auf eine andere wie ein "Votum" für diese Seite angesehen; je besser bewertet die Seite ist, die den Link gesetzt hat, desto mehr zählt auch das "Votum". Das bedeutet: Möglichst viele Backlinks von möglichst relevanten Seiten erhöhen den PageRank Ihrer Seite!

Während Sie Technik und Inhalt Ihrer Internetseiten selbst bestimmen können, ist die Verlinkung nicht direkt steuerbar. Möglichkeiten, diese zu verbessern, sind beispielsweise:

  • Eintrag in Webverzeichnissen, Webkatalogen oder Foren
  • Linktausch
  • Social Bookmarking
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